Stimmungsbarometer Network Marketing!
Samstag 8. Oktober 2011 von Reinhard Eikelboom
Die größten Fallen , in die Sie tappen können, wenn Sie sich im Network Marketing selbstständig machen.
Die meisten Menschen, die sich im Network Marketing selbstständig machen, haben kein BWL studiert oder eine kaufmännische Ausbildung genossen. Es sind oft ganz normale Angestellte, die sich ein bisschen Geld dazu verdienen wollen oder die den Absprung in Selbstständigkeit wagen wollen.
Oftmals ist ein Bekannter gekommen und hat von großen Einkommen geredet und das man dafür fast gar nichts tun muss oder man ist auf eine Anzeige gestoßen die einen hohen Verdienst verspricht, ohne groß dafür arbeiten zu müssen. Nun setzt bei vielen Menschen an diesem Punkt die Gier ein, die Gier nach dem großen Reichtum über Nacht – ähnlich wie beim Lotto.
Blind vor Gier nach dem großen Geld wird nun in Starterpakete und Produkte investiert, es wird zu Informationsveranstaltungen oder Basisseminaren gefahren ohne sich über die Branche, den Markt, das Unternehmen oder die genaue Tätigkeit zu informieren.
Um es ein bisschen bildlicher zu verdeutlichen: Es ist so, als ob man z. B. eine Tischlerlehre beginnt und als erstes in teure Maschinen investiert ohne zu wissen, wie man diese benutzt.
Nun hat man in der ersten Euphorie ein paar neue Kunden oder Partner gesponsert und jetzt tritt folgende Phase in Kraft. Es geht nicht im selben Tempo weiter wie man gestartet ist, die Motivation lässt immer mehr nach, da man ja in drei Monaten 10.000 Euro verdienen wollte, wie es der Bekannte oder die Anzeige versprachen.
Ab diesen Zeitpunkt setzt ein interessantes Phänomen ein. Die logische Konsequenz wäre doch jetzt, sich mit erfolgreichen Networkern auszutauschen, Fachliteratur aufzusaugen um sich weiterzubilden, Workshops über geeignete Werbemaßnahmen oder Zielgruppenmarketing zu besuchen oder ähnliches.
Leider passiert das meistens nicht. Es wird eher angefangen zu jammern: blödes Produkt, blödes Unternehmen, in meiner Region funktioniert das nicht, alles Betrug, Abzocke, man habe doch nun schon einige Monate investiert ect…
Man ist demotiviert und hört wieder auf!
Damit hat die Falle zugeschnappt und man gehört zu den Verlierern!
Denn wenn Sie Biographien von erfolgreichen Networkern lesen, stellt man immer wieder fest, dass sich bei diesen Menschen der Erfolgs-Durchbruch oft auch erst nach einigen Jahren eingestellt hat.
Lassen Sie uns einmal einen Blick auf die Selbstständigkeit in der „normalen“ Wirtschaft werfen und nehmen wir einmal das Beispiel: „Sie wollen eine Boutique eröffnen“.
Nehmen wir einmal an, Sie fühlen sich der Mode hingezogen und beschließen eines Tages eine Boutique zu eröffnen. Sie treffen eine klare ENTSCHEIDUNG!
- Sie suchen sich ein geeignetes Geschäft.
- Kredit aufnehmen für Ausbau und Erstausstattung von mind. 100.000 Euro.
- Sie müssen nun 3 bis 6 Monate einplanen, bis Fertigstellung und Eröffnung.
- Am Anfang müssen Sie jeden Tag selbst im Laden stehen, bis das Geschäft läuft.
- In der Regel 4 bis 6 Jahre, jeden Tag arbeiten, um in Gewinnzone zu kommen.
Sie haben richtig gelesen, in der „normalen“ Wirtschaft geht man von mind. 4 bis 6 Jahren aus, bevor man in die Gewinnzone kommt! Das bedeutet: Vorher arbeiten Sie nur, um Ihre Investitionen wieder zu bekommen!
Risiko:
- Falsche Lage der Boutique – die Kundschaft bleibt aus,
- falsche Modelinie – die Kundschaft bleibt aus,
- ein großes Shoppingcenter wird in der Nähe gebaut – die Kundschaft bleibt aus,
- die Kauflaune der Verbraucher sinkt – die Kundschaft bleibt aus,
- Sie haben die Preise falsch kalkuliert – die Kundschaft bleibt aus,
- Sie müssen die Aushilfen entlassen = 16 Stundentag für Sie,
- am Ende evtl. der Konkurs und viele Tausend Euro Schulden.
Fazit: Sie können viele Fehler machen, wenn Sie sich nicht zu 100 % geschult haben und darüber hinaus gibt es viele äußere Faktoren, die Ihren Erfolg beeinflussen können, die Sie nicht oder nur bedingt einschätzen können.
Werfen wir einen Blick auf die Selbstständigkeit im Network Maketing:
- Sie suchen sich ein geeignetes Unternehmen.
- Keine großen Investitionskosten (In der Regel 100,- bis 200,- € mtl. in Produkte).
- Sie können von zu Hause aus arbeiten, in diesen Bereich also keine Investitionen.
- Investitionskosten von 100,- bis 1.000,- € in Seminare, Ausbildung und Fahrtwege.
- Werbekosten in Zeitungsanzeigen oder im Internet von ca. 100,- bis 200,- € mtl.
- Zeiteinsatz pro Woche ca. 10 bis 15 Stunden im Nebenjob.
- Ideal als zweites Standbein neben dem Hauptjob.
Risiko:
- Das Produkt kommt beim Verbraucher nicht so gut an.
- Das Produkt ist ein Trendprodukt, welches nach einiger Zeit nicht mehr aktuell ist.
- Das Produkt, welches Sie vermarkten ist schlecht (kommt im Network eher selten vor).
- Man ist nur an eine Firma gebunden und somit vom Erfolg dieser abhängig.
- Das Unternehmen ist evtl. irgendwann wieder vom Markt verschwunden.
- Investitionsverlust 1.000,- bis 5.000,- Euro und Zeitverlust.
Fazit: Investitionskosten und Zeiteinsatz sind absolut überschaubar und der Beruf eines Networkers, ist in wenigen Monaten für die meisten Menschen erlernbar. Selbst ein Totalverlust wirft Sie nicht mehrere Jahre in den finanziellen Rui
Befassen wir uns noch einmal mit dem schlimmsten Fall:
Nach 12 erfolglosen Monaten finden Sie durch eine Anzeige den Super-Partner, der beispielsweise in wenigen Wochen 30 Partner und Kunden aufbaut und Sie verdienen ab diesem Zeitpunkt jeden Monat 1.000,- Euro passives Einkommen, da diese Partner und Kunden sich ja in Ihrer zweiten Ebene befinden.
Das bedeutet: Das Blatt kann sich in dieser Branche sehr schnell wenden und Sie sind selbst in diesem katastrophalen und völlig unrealen Beispiel, im 14. oder 15. Monat im Plus…
Investieren Sie in Ihre Zukunft!
Die meisten Networker die im Monat viele Tausend Euro verdienen, haben den großen Durchbruch auch erst im zweiten oder dritten Jahr geschafft und das Interessante dabei ist, dass sie diesen Erfolg meistens durch Partner in der Tiefe erreicht haben!
Ein kluger Mensch sagte einst:
Es gibt nur zwei Varianten im Network Marketing keinen Erfolg zu haben:
1. Variante: Man fängt erst gar nicht an!
2. Variante: Man hört zu früh wieder auf!
Es ist wichtig in diesem Business eine ENTSCHEIDUNG zu treffen und mind. 1 bis 2 Jahre in diese ENTSCHEIDUNG mit ein bisschen Weitsicht zu investieren!
Ich möchte diesen Bericht mit einer kleinen Inspiration durch einen Bambusfarmer beenden:
Bambus zu pflanzen erfordert Langzeitdenken. Der Farmer gräbt die Sprossen unter der Erdoberfläche ein. Anschließend bedeckt er sie noch mit ein wenig Heu und jeden Morgen wässert er seine Sprossen, die man noch nicht sehen kann. Er entfernt das Unkraut und lockert den Boden auf. Und jeden Morgen muss er gießen!
Das macht er vier Jahre lang! Vier lange Jahre, in denen er seine Sprossen nicht sieht und in denen er nicht weiß, ob sich seine Mühe jemals auszahlen wird, bzw. ob seine Arbeit je belohnt wird.
Doch dann endlich, am Ende des vierten Jahres, brechen die Sprossen durch die Erdoberfläche. Und nun wächst der Bambus! Innerhalb von nur 90 Tagen ganze 20 Meter!
Was sagt uns das?
Jeder, der eine Selbständigkeit startet, muss einige Dinge wissen, um nicht der Zeit zum Opfer zu fallen. Man darf sich keinen falschen Erwartungen hingeben, man muss zunächst die Konzepte des Erfolges und die Gesetze der Erfolgreichen kennen lernen. Man muss wissen, dass man Rückschläge erfahren wird und man muss lernen, mit ihnen umzugehen.
Die Selbständigkeit kommt nicht einem Lottogewinn gleich, bei dem man über Nacht an das große Geld kommt. Vielmehr sind harte Arbeit, Geduld und Ausdauer von entscheidender Bedeutung.
Die Selbständigkeit eröffnet vielen Menschen eine große Chance, aber diese Chance muss erarbeitet werden. Man darf sich nicht nur auf Techniken konzentrieren, die möglichst schnell viel Geld bringen sollen.
Jeder Mensch muss erst wachsen, bis er groß genug für seine Träume ist!
Hinter allem steht nur das kleine Wörtchen “TUN!”
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Kategorie: Network Marketing | Keine Kommentare »


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